Bei einer Weltreligion handelt es sich grundlegend um eine Religion, die sich durch ihre überregionale Verbreitung sowie die Größe der Anhängerschaft auszeichnet. Zu den wohl bekanntesten Weltreligionen zählen unter anderem das Christentum an erster Stelle mit knapp zwei Millarden Anhängern, sowie der Islam mit circa 1,3 Millarden Anhängern gefolgt vom Hinduismus mit 850 Millionen Anhängern. Mit knapp 400 Millionen Anhängern gilt beispielsweise auch der Buddhismus zu einer Weltreligion, gefolgt vom Judentum mit knapp 15 Millionen Anhängern.
Die Kennzeichen einer Weltreligion
Zu den allgemeinen Kennzeichen einer Weltreligion zählt, dass sich die entsprechende Religion an alle Menschen richtet und keinen dabei ausgrenzt. Darüber hinaus muss allen Menschen ein gleichermaßen gerechter Zugang zu der Religion ermöglicht werden. Hierbei kommt besonders die Funktion der Mission eine wichtige Bedeutung, denn seit der Gründung einer Religion sind Missionare dafür zuständig, genau dieses Kennzeichen der Erreichbarkeit umzusetzen, in dem sie die Religion bekannt machen und gewissermaßen neutral dafür werben.
Zu einem weiteren Merkmal zählt, dass die entsprechenden Religionen eine rational begründete Weltdeutung und Theorie haben. Als Leitbild ihrer Religion wird häufig eine Art niedergeschriebene Philosophie in Form eines Buches oder einer Schriftrolle genutzt.
Darüber hinaus müssen alle Weltreligionen von den Grundaussagen einer Erlösungsreligion bestimmt sein. Diese Grundaussagen besagen, dass die Menschen sich auf der Erde in einem Zustand der Unheilbarkeit befinden, welchen sie selbst zu solch einem gemacht haben. Als Möglichkeit der Verbesserung gibt es einzig und allein die Erlösung. Die jeweilige Theorie und Philosophie der Religion bildet folge dessen den Weg zur Erlösung.