Islam
Mrz 13Unterschiede zwischen den Weltreligionen
Es gibt zwischen den fünf großen Weltreligionen wesentliche Unterschiede. Zwei wurden schon genannt, das ist das Bekenntnis zu einem einzigen, allmächtigen Gott, das es in dieser Ausprägung nur im Christentum und im Islam gibt und selbst im Judentum nicht diese starke Rolle spielt. Im Hinduismus kennt man mehrere Götter, und im Buddhismus kennt man zwar den historischen Buddha, aber die Lehre selbst zielt weniger auf personelle Verehrung als auf Wahrheitsfindung und Verinnerlichung der buddhistischen Lehre.
Der zweite Unterschied zwischen den Weltreligionen findet sich zwischen den abrahamistischen Religionen mit ihrer Vorstellung der Singularität des menschlichen Lebens im Gegensatz zur Reinkarnationslehre des Hinduismus und des Buddhismus.
Gemeinsamkeiten der Weltreligionen und islamistischer Bezug
Eine Weltreligion hat einen universellen Anspruch, wie ihn die Muslime vertreten. Jeder kann ihr beitreten, sie ist nicht an ein Volk gebunden. Die Inhalte sind kanonisiert, es existiert eine Heilige Schrift – bei den Muslimen der Koran. Die Religion wird theologisch reflektiert, es gibt eine Lehre, eine Theokratie, bei den Muslimen durch die in einigen Ländern sehr mächtigen theologischen Führer vertreten. Es gibt des Weiteren metaphysische Spekulation, zum Beispiel über das Leben nach dem Tod, im Islam der “Janna” als Paradies und auch eine Hölle. Die Weltreligionen sind institutionalisiert und haben Gotteshäuser, im Islam die Moscheen. Die fünf Säulen des Islam – Bekenntnis, Gebet, Almosen, Fasten und Pilgerreise – inkludieren diese Institutionalisierung.
