Ethisches Handeln in der Wirtschaft

Ethisches Handeln in der Wirtschaft

Mrz 13

Entscheidungen im Sinne der Wirtschaft sind Akte des Verhaltens. Genauer: Jede Entscheidung in einem Unternehmen ist eine Aussage, die von Menschen ausgeht, an Menschen gerichtet ist und über Menschen entscheidet. Konkreter: Führungskräfte richten (u. a. aus finanziellen Erwägungen) Verhaltensappelle an ihre Mitarbeiter (auch, unter anderem, über den Umgang mit Kunden). Wirtschaftliches Handeln hängt somit von verschiedenen Ebenen der Kommunikation ab – und es ergeben sich somit verschiedene Definitionen des Wortfeldes „Wirtschaft“:

a) „Wirtschaftliches Handeln“ bezeichnet Arbeits- und Kommunikationsprozesse, die innerhalb eines Unternehmens (welches zur Wirtschaft einer Region oder eines Landes beiträgt) ablaufen.

b) „Wirtschaftliches Handeln“ bezeichnet die Idee ökonomischer Entscheidungen: Ausgaben und Einnahmen sollen in einem sinnvollen Verhältnis stehen; dies umfasst u. a. auch effiziente Werbemaßnahmen bzw. die der optimalen Kundengewinnung.

In diesem Zusammenhang nun kann das Themenfeld der Ethik zum einen definiert, zum anderen zugeordnet werden. An dieser Stelle nun kann dieses Themenfeld nicht vollständig und angemessen diskutiert werden, sondern zur Vereinfachung soll die folgende Erklärung des Wortes angenommen werden: „Ethisches Handeln“ erfolgt genau dann, wenn der Handelnde sich respektvoll und anteilnehmend gegenüber seiner Umwelt verhält und um deren Unversehrtheit bemüht ist. Hieraus folgt:

zu a)
Personen, die mit der Führung eines Unternehmens betraut sind, handeln dann ethisch, wenn sie ihren Mitarbeitern in Wertschätzung begegnen und diese in ihren Anliegen, Anmerkungen und konstruktiven Beiträgen ernstnehmen. Dies kann – in höher entwickelter Form – darauf hinauslaufen, dass Firmen nicht in Hierarchie, sondern als Teamprojekt geführt werden, bei dem die Funktionen wechseln. Es ist somit nicht wichtig, auf eine Führungsposition als solche Wert zu legen, sondern „Ethik“ heißt hier, unternehmensrelevante Aufgaben in der Sache teamorientiert und in der Kommunikation in toleranter Weise zu lösen.

Ebenso ist das Unternehmen Teil eines (über-)regionalen Gesamtsystems: Auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in der Materialbeschaffung und –verwertung sowie den Arbeitsprozessen ist zu achten.

zu b)
„Ethisches Handeln“ im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Idee, das Fortbestehen eines Unternehmens und das Überleben der Beteiligten zu sichern, enthält die folgenden Leitlinien:

- Über die Dienstleistungen und Produkte des Unternehmens sind den Kunden keine Informationen vorzuenthalten. Transparente Kommunikation spiegelt auch hier Wertschätzung und Toleranz dem sozialen Gegenüber wieder, der hier als Kunde (bzw. als Repräsentant der Öffentlichkeit) auftritt.

- Investitionen des Unternehmens im Sinne der Vermögensvermehrung sollen nur Dritten zu Gute kommen, die sich ebenfalls ethisch verhalten (Nachhaltigkeit, keine Rüstungsindustrie).

Ein dritter Punkt: „Ethisches Handeln“ heißt ebenso, finanzielle Überschüsse in sozialer und umweltpolitischer Verantwortung zu verwerten. Hier sind karitative Zwecke und die Unterstützung örtlicher Umweltprojekte gemeint.